Tuishou und Fajin - Kernbegriffe chinesischer Innerer Kampfkunst

Der QDD vertritt folgende Auffassung: Fachbegriffe chinesischer "Qi-Systeme" sind typischerweise nur vage definiert. Dies gilt auch für die Termini "Fajin" und Tuishou". Beide sind sowohl dem Taijiquan als auch dem Qigong zuzuordnen. Und sowohl historisch als auch technisch teilen sie eine Vielzahl von Charakteristika. Der Qigong Dachverband Deutschland QDD distanziert sich von den vorherrschenden esoterik-lastigen und recht beliebigen Definitionen, wie sie beispielsweise von Wikipedia und anderen interessierten Seiten propagiert werden. Dazu gehören in erster Linie Wunderheiler, Vertreter von Heilslehren und von Lobby-Verbänden. Ihnen gemeinsam ist die einseitig-geschönte Darstellung, wo doch Ideologie-Freiheit und Faktencheck dem Interessierten viel mehr nutzen könnten.

Tuishou und Fajin - "Chinese Internal Martial Arts" ohne Esoterik-Folklore

Fajin und Tuishou sind zwei Aspekte Innerer Kampfkunst, die im DTB-Dachverband kolmbiniert erforscht werdenEs ist das Wunschdenken und das Streben nach Unbesiegbarkeit und Unfehlbarkeit, welches viele Menschen dazu motiviert, östliche Übesysteme für "Qi-Energie" wie das Taijiquan zu praktizieren - und nicht die daoistische-buddhistische Kern-Botschaft des "Aufwachens". Mehr noch: Sie scheuen sich davor, die vollmundigen Versprechungen chinesischer Meister zu hinterfragen und sind zufrieden damit, ein bißchen besser zu träumen statt aufzuwachen. Diese schonungslos nüchterne These vertritt kein Geringerer als DTB-Vorstandsmitglied Dr. Stephan Langhoff mit seinem Konzept des "Richtig Lernens und Lehrens", das ohne jede Esoterik-Folklore auskommt.

Jeder weiß: Um zu siegen, braucht es eine optimierte Kampfkunst - und nicht irgendeine. Die Konsequenz ist klar: Heilslehren und Vertreter von Lobbyverbänden preisen ihre Dienstleistungen genau mit diesem Argument an: Taijiquan ist eine "Innere Kampfkunst" und birgt als einzige das Potenzial zur Unbesiegbarkeit. Doch schon der gesunde Menschenverstand sollte jedem sagen, daß dies so nicht stimmen kann - wozu gäbe es dann noch andere Kampfkünste und warum verlieren Taiji-Meister in ihren Duellen gegen Kampfkünstler anderer Stilrichten dann?

Tuishou und Fajin - Korrektiv des Qigong-Dachverbands Deutschland ev

Was traditionell in China als "Qi-Energie" bezeichnet wird, ist im Lichte westlicher Forschung immer klarer einordbar. Statt Esoterik kann man viele entsprechende Phänomene erklären mit moderner Faszien-Forschung und physikalischen Grundsätzen.

Tuishou und Fajin - eine gemeinsame Sparte im Qigong-Dachverband

Die "Tuishou-Sparte und die Fajin-Sparte sind jetzt zusammengeführt zu einer übergreifenden Disziplin. Diese Neu-Organisation gilt nicht nur für den Qigong-Dachverband Deutschland ev sondern auch für die anderen Partner-Organisationen, die sich deutschland-weit 2019 zu einer Allianz mit gemeinsam getragenen Qualitätsstandards zusammengeschlossen haben.

Insbesondere inhaltlich macht diese Vereinheitlichung Sinn, denn die Fajin-Explosivkraft ist ja ein wichtiger Bestandteil der Tuishou-Partnerübungen (s. http://www.tai-chi-qigong-verband.de/fajin-tuishou.html). Optimiert ausgeführt handelt es sich beim Einsatz der Fajin-Kraft im Pushhands ja nicht um eine Zusatz-Energie sondern um die Kraft, mit der dergegnerische Angriff vorgetragen wurde - sie richtet sich gegen ihn selbst - ähnlich wie ein Lichtstrahl, der von einem Spiegel reflektiert wird. Diese magish anmutende Qualität kann jedoch erst nach langer Übe-Zeit wirksam und zuverlässig eingesetzt werden.

Dese Kompetenz, die auch mit "Resilienz" in Verbindung steht, wird vielfach als "Innere Kraft" bezeichnet. Es ist eine Kraft, die sichaus mehreren Quellen speist - und eben auch aus der Kraft des Angriffs des Kontrahenten.

Quellen:

Push-Hands-Ausbildung Deutschland

Tuishou / Pushhands

/ Pushhands

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